[M.A.U.G.] Über uns

20 Ellen Leinwand = 1 Rock

(K. Marx)

Wenn Du dies liest, können wir Dich nur beglückwünschen. Du bist auf der Homepage des neuen Magazins Magenkrämpfe auf unwegsamem Gelände [M.A.U.G.] gelandet und wir versprechen Dir: Das hier ist auf keinen Fall ein Griff ins Klo. Wir sind ein loser Zirkel von Autor_innen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Artikel, Geschichten und Fotos zu Zuständen zu veröffentlichen, die in unseren Augen nicht weiter hinnehmbar sind. Jede Ausgabe soll sich einem bestimmten Hauptthema widmen, was jedoch nicht bedeutet, dass sich alle Texte immer nur auf den einen Gegenstandsbereich beziehen. Angesprochen sollen nicht nur der Akademie affine Menschen und jene aus dem linken Diskurs sein, sondern alle, die an unseren Themen interessiert sind. Deshalb setzen wir uns u.a. zum Ziel auf Reaktionen der Leser_innen in den nachfolgenden Ausgaben und auf hier auf der Homepage zu reagieren. Wir sind kein Parteiorgan, mögen aber auch keinen schlechten Pluralismus, weshalb uns viel an der Diskussion & Klärung bei grundlegenden Differenzen liegt.

Zu Ausgabe#2

Ausgebrannt lautet der Titel dieser Ausgabe. Viele denken dabei an Burnout als psychisches Syndrom, wie es so durch die Öffentlichkeit spukt. Für uns ist dieses Syndrom jedoch eher ein Symptom: Burnout, das ist die passende Krankheit des Spätkapitalismus – das Ergebnis der Vorstellung, durch viel Arbeit und eine zielgerichtete Lebensgestaltung ständen die Chancen gut, ein schönes Leben zu erreichen. Dass das Problem hinter diesem Symptom allein durch eine individuelle Korrektur der eigenen Verhaltensweisen aus der Welt zu schaffen ist, bezweifeln wir jedoch stark. Was an der Diagnose Burnout an sich schon fragwürdig ist, untersucht daher unser Leitartikel von Mindy Simmons. Ergänzt wird dieser durch ein Interview mit dem medizinischen Fachpersonal durch unsere rasende Reporterin Lena Magda. Lola Luftikuss zeigt mit The Quantified Self die Komplexität der Techniken, die einige Bürger_Innen heute erwägen, um ihre Körper zu optimieren und ihren Alltag ertragreich zu gestalten. Auf den geplanten zweiten Leitartikel zum Thema Burnout mussten wir leider verzichten. Selbstversuch zum ausbrennen? Fehlanzeige. Wir haben versucht, entspannt an die Redaktion heranzutreten, um gewissenhaft zu redigieren, ohne dabei allzu große Steine auf das unwegsame Gelände unseres Alltags zu legen.

Artikel, bei denen die Steine dann doch zu groß waren, wo es zuweilen nerdig und hitzig hergeht, finden sich jetzt im brandneuen herausnehmbaren Extrateil Debatte & Gossip. Geht ab wie ein Zäpfchen. Hier findet ihr Notizen zur Anarchismuskritik, es wird die Frage nach einem sinnvollen Begriff von Radikalität gestellt und Attacs Vorschläge zur Steuerpolitik kritisiert. Und zu guter Letzt hat Aldous Rain ein paar Gedanken Anlässlich der Einheitsfeierlichkeiten aufgeschrieben. Der nächste 3. Oktober kommt bestimmt.

Und nun zum Sport: Torfabrik – rote Karte für den offiziellen Fussball wegen Verherrlichung von Konkurrenz und Ausbeutung. Der Artikel nimmt den Selbstmord Robert Enkes im Jahr 2009 zum Anlass der Kritik eines hetzerischen Geschäfts mit System.

Auch auf dem Automarkt geht’s heiß her: L. L. Wolkenstein untersucht in „Wenn der Bonze noch pennt, sein Auto schon brennt“ das vermeintlich linksradikale Autoanzünden: Warum platzt der Öffentlichkeit bei solcherart vermeintlich politischen Aktionen der Kragen und was kommt überhaupt dabei heraus? Ebenfalls um Autos geht’s in unserem Kinderteil: Die Kurzgeschichte Otto fährt Auto wirft einen Blick auf den Zusammenhang von Otto-Motor und Otto-Normal-Verbraucher.

Wir bedanken uns auch dieses Mal wieder an Kurt Wildemayer, der unser Heft mit seiner neuen Kurzgeschichte Start. Brennschluss Zeitpunkt. Zwischen den Welten beglückt. Für einen visuellen Augenschmaus sorgen K. Starkblom mit dem Comic Die Eroberung des Brotes und pietschy.de mit ihrer Fotoserie, die zeigt, dass auch Plastikblumen verblühen, wenn es nur heiß genug wird.

Zu Ausgabe#1

Die vorliegende Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Bildung, Ausbildung, Wissenschaft und Hochschulreformen. Die Ausbildung ist zum einen eine Erfahrung, die alle, ob kurz oder lang, machen und die uns prägt, zum anderen hat sich in Deutschland im letzten Jahrzehnt so viel an den Schulen, Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen getan wie seit Langem nicht mehr. Grund genug sich mal ausführlicher und abseits der tagespolitischen Reform-Debatten mit diesem riesigen Wulst zu beschäftigen. Schritt für Schritt, von verschiedenen Seiten aus. Darüber hinaus findet sich im Heft ein Artikel zum Elterngeld, welcher anhand dieser Gesetzesreform einigen Grundlagen des heutigen Geschlechterverhältnis auf die Spur zu kommen gedenkt. Im Text wird die These aufgestellt, dass es gerade die rechtliche Gleichheit ist – an der Verfechter_innen der Chancengleichheit nichts Grundlegendes auszusetzen haben – welche die geschlechtsspezifische “Arbeitsteilung” eher zementiert, als aufhebt. Über das g­anze Heft verteilt findet ihr eine thematische Fotoarbeit von Rasmus Rienecker wie auch eine Kurzgeschichte von Kurt Wildemayer abgedruckt. Und wer Glück hat und eine der ersten Printausgaben in den Händen hält, kann sich über die höchst limitierte und extravagante Kunst-Beilage von Max Konek freuen. Ihr seht also, wir haben uns Mühe geben. Werft Euch ins Heft und diskutiert mit uns!

Schreibt uns: unwegsam@gmx.de (PGP-verschlüsselte Kommunikation ist auch möglich)

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